Übersicht
Q-Tips V 1100
Synchronisieren
Kurzform (made by "moeli" out of
Powerboxer):
Voraussetzungen: warmer Motor und eingestellte Ventile,
Axialspiel der Kipphebel etc vorausgesetzt:
1. Irgendwas gleichmässiges so dick wie ein 50 Cent-Stück (ca. 2 mm)
abwinkeln und unter die Anschlagsschrauben packen. Dann beide
Bypassschrauben ganz rein. Schlauchwaage oder Synchronuhren an den beiden
Drosselklappen anschließen, starten und dann über den rechten Anschlag an
der Schraube (die linke Schraube in Ruhe lassen!) die Schlauchwaage
ausnivellieren. Grundeinstellung fertig.
2. Dann kurz Gas, so daß die Unterlegplättchen rausfallen und die gleiche
Ausnivellierei an der Schlauchwaage bis zum Gleichstand und gewünschter
Standgas-Drehzahl mit den Bypaßschrauben wiederholen. Standgaseinstellung
fertig.
3. Dann die Züge auf 1 mm Spiel einstellen und wechselseitig immer
strammer stellen bei gleichzeitigem immer mal wieder Kontrollgas geben und
auf der Schlauchwaage ausnivellieren. Bis das Spiel zwar leicht spürbar,
jedoch kaum sichtbar, und Lenkereinschlag auch keinerlei Höherdrehen
verursacht. Komplette Synchro fertig.
Zitat #2:
- ..., bevor ich mit der eigentlichen Synchro starte, drehe ich BEIDE
Umluftschrauben zu und lasse sie auch die nächsten Jahre zu. Die
Leerlaufsynchro zelebriere ich NUR mit den Anschlagschrauben. Das mache 1x
(!) und es hält Jahre. Die veränderliche Synchro (ca. alle 5000km oder herbe
Temperaturunterschiede) tätige ich nur am rechten Zylinder. Twinmax
dran , 10'er Feststellmutter gelöst und bei ca. 2800 rpm justiert, 10'er
Mutter wieder fest,- gut ist !!! Das ganze sollte auch auf Grund der
Temperatur nicht länger als 2 min dauern.
- --> stimme Dir 100 %´ig zu, allerdings bei sauberen Umluftschrauben 1
1/2 Umdrehung gleichweit geöffnet. Umluft zu bei 800 U/Min, Umluft offen
1100 U/Min.
Zitat #3:
- Einstellungen nach einer Fahrt wenn der Motor warm ist.
- Erst lockerst Du das Seil des Choke und des Gasgriffs damit die
Drosselklappen wirklich anliegen. Nun schraubst Du die Umluftschrauben ganz
raus und säuberst sie, dann wieder rein. Aber ganz vorsichtig am Ende.
- Die Linke Seite rührst Du am besten gar nicht an. Den Motor starten und
auf der Schlauchwaage kannst Du genau sehen ob sie Synchron läuft, ob die DK
Anschläge gleich sind. Wenn nicht, so lange nur die rechte Seite
verstellen bis sie synchron sind. Nun etwas Gas geben und dann siehst Du auf
der Schlauchwaage ob die Gaszüge gleich öffnen. Wenn nicht auch hier am
Seilzug der rechten DK nachstellen.
- Jetzt falls nötig den Leerlauf mit beiden Umluftschrauben etwas
anheben, natürlich immer die Schlauchwaage beobachten.
- Zum Schluß den Chokezug und Zug am Gasgriff wieder mit etwas Spiel
einstellen. Das wars. Bei mir gehts momentan in 10 min.
Eigener Bericht:
- ich mache das mit Synchronuhren, nicht mit Schlauchwaage
- bei mir ergab sich mit zwischengelegten 2 mm-U-Scheiben eine zu hohe
Drehzahl von ~3500/min, mit 1,5 mm etwa 2500/min
- die Umluftschrauben sind bei mir derzeit ca. 0,5 bzw. 1 Umdrehung auf,
so paßte es
- die Synchronuhren kann man auf dem Tank mit Klebeband für Fahrversuche
befestigen - so zeigte sich, daß die Sync in allen Drehzahlbereichen stimmt.
Bremse entlüften
- Entlüften ist bei der 1100er problemlos selbst möglich, weil sie noch keinen
Bremskraftverstärker hat. Das System ist vom jeweiligen Bremsflüssigkeitsbehälter bis zu den Sätteln ein durchgängiges System
(vorn / hinten vollständig getrennt, auch im Modulator). Man könnte also ganz
normal unten an den Bremssätteln entlüften, man pumpt dabei durch den
Modulator einfach durch.
- (das ABS mit Bremskraftverstärker hingegen hat pro Rad 2 vollkommen
getrennte Systeme, insgesamt also 4. Genaueres siehe bei "Powerboxer")
- Links für die "ABS 3 / BKV-Fraktion" (von denen habe ich mir PDF's
gesichert - auf Anfrage):
- Ich empfehle trotzdem, auch die beiden Entlüfter am Modulator
einzubeziehen. Denn dort scheint sich ein kleines "Totvolumen" zu befinden,
was eben nicht "durchgespült" wird. Im übrigen ist offenbar im Modulator
nicht allzu viel Bremsflüssigkeit enthalten, auch wenn das Ding ziemlich
groß aussieht. Die Gesamtfüllmenge ist auf jeden Fall weniger als eine Dose
(250 cm³), besser aber doch eine 2. Dose holen, falls man etwas mehr
durchpumpen will.
- linker Entlüfter am Modulator - Fußbremse (hinten)
- rechter Entlüfter am Modulator - Handbremse (vorn)
- Reihenfolge des Entlüftens (zumindest beim Bremsleitungswechsel, wenn
also alles "trocken" war:
- für vorne: Modulator ð Bremssättel
nacheinander rechts/links (oder umgekehrt) ð
Modulator ð und dann nochmal beide Bremssättel
nacheinander
- für hinten: Modulator ð Bremssattel.
- Zündung muß nicht eingeschaltet werden.
- weitere Tips zum Entlüften siehe hier,
und zu Stahlflexen an der
1100er hier
Scheibenbremse hinten überholen
- hierzu gibt es diverse ausführliche Anleitungen im Netz.
Hier die ausführlichste von allen aus USA.
- Das ganze in Stichworten:
- ABS-Sensor demontieren
- Clip des Sicherungsbolzens
- Sicherungsbolzen lösen (noch nicht austreiben!)
- Schrauben Bremssattel-Trägerplatte lösen, Sattel abheben
- Sicherungsbolzen raus
- Beläge raus
- "Anti-Klapper-Feder"
- Trägerplatte und Bremssattel trennen: ist nur aufgeschoben. Bei den
Gummibälgen darauf achten, daß Loch unten ist.
- alles reinigen
- Bremskolben rauspumpen (nicht zu weit!), Fugen reinigen,
leichtgängig?
- evtl. Dichtungen der Bremskolben wechseln: dann aber auch den
Bremsschlauch ab, ð Neubefüllung / Entlüftung
- Zusammenbau:
- Führungsbolzen gut fetten (Fett in Gummibälge)
- mit CU-Paste dünn bestreichen: Anschlag der Beläge vorn, Beläge
Rückseite, die "Anti-Klapper-Feder"
- alles wieder zusammenbauen.
- nebenbei: Spiel an der Schubstange vom Bremszylinder 0,2 mm
Zündkerzen
- beim Kauf waren Bosch FR6DDC drin, die von BMW und Bosch
empfohlenen Zündkerzen für dieses Modell, Laufleistung also max. 20.000 km
(vermutlich weniger). Der Elektrodenabstand schien mir etwas groß - das ist
schwer zu messen bei Kerzen mit seitlichen, abgerundeten Elektroden. Auf
jeden Fall konnte ich keinen signifikanten Abbrand feststellen. Auch sauber
scheinen sie mir zu sein, und rechts und links gleich.
- Anmerkung: die Bosch FR5DTC hat Dreifach-Masseelektrode, Bosch FR6DDC
hat Zweifach-Masseelektrode. Früher gab es noch die FR6DP1.
- ebenfalls freigegeben sei die Champion RC7YCC
- siehe hier zu den
Kerzen-Namensschemata
- Es zeigte sich, daß diese Kerzen für einen Gutteil des Konstantfahrruckelns
verantwortlich waren. Sie wurden getauscht gegen NGK BCP7ET - eine
Kerze, die häufig in den einschlägigen Foren als "gut passend zur 1100er"
bezeichnet wird. Die BCP7ET hat, wie das
Namensschema andeutet, 3 seitliche Elektroden, der von BMW und NGK
genannte Typ BKR7EKC hat 2 seitliche Elektroden.
- Effekt: deutlich weniger Konstantfahrruckeln, runderer Leerlauf, und
subjektiv "weicherer" Motorlauf (das kann aber auch am Luftdruck liegen,
der am Vortag noch deutlich höher war).
- nun habe ich dabei jedoch 2 Dinge auf einmal geändert:
- alte gegen neue Zündkerzen getauscht
- und eben Bosch gegen NGK.
- die eigentliche Ursache festzustellen, bleibt also schwierig. (Ich
habe jetzt keinen Bock, noch einen Satz neue Bosch FR6DDC zu kaufen und
noch heute -gleiche Witterung- zu testen.) Es bleibt mir also die
Freiheit, in 20.000 km an gleicher Stelle exakt das Gegenteil zu
schreiben: "Bosch ist besser als NGK".
- erstaunt hat mich aber in jedem Fall die deutlich fühlbare Auswirkung
des Wechsels -
Zündkerzen sind eben doch nicht "egal".
ABS-Selbsttest und die Batterie
- Der ABS-Selbsttest schlägt dann fehl, wenn die Batterie nicht ganz
kraftstrotzend voll geladen ist. Dann blinken die beiden ABS-Warnleuchten
abwechselnd. Grund ist, daß beim Startvorgang die Spannung unter den
Grenzwert für den ABS-Selbsttest fällt - in diesem Fall also eigentlich ein
blinder Alarm.
- Abhilfen:
- ein paar km fahren und dann nochmal neu starten
- Batterie immer voll geladen halten, oder neue Batterie spendieren,
denn das Ladesystem der 1100er ist üppig bemessen
- oder aber über eine modifizierte Schaltung den Selbsttest erst dann
durchführen, nachdem der Startvorgang und somit der Spannungsabfall
vorüber ist.
Hier die
Anleitung dazu (und
hier die lokale Kopie).
- Auch für die 1100er ist dringend ein auslaufsicherer
Gel-Akku zu empfehlen!
Benzinleitungen
- aus dem Tank kommen 2 benzinführende 8 mm-Leitungen:
- eine Druckseite,
- eine Rücklaufleitung. Die Benzinpumpe baut konstante ~3 bar auf, und
der Druckregler zwischen Luftfilter und Motor läßt die nicht
eingespritzte Menge einfach zurücklaufen. Somit wird übrigens die
gesamte Benzinmenge vielfach umgewälzt und gefiltert.
- bei meiner 1100er waren ab Werk keine Schnellkupplungen montiert - was
beim ersten, noch der Sache unkundigen Abnehmen des Tanks zu leichtem Streß
und einer benzindampfgeschwängerten Garage führte ...

- wenn man nun also Schnellkupplungen montiert, dann empfiehlt es sich,
beidseitig schließende zu wählen, und diese "ungleichsinnig", also "über
Kreuz" zu montieren, was zukünftig jede Verwechslungsgefahr ausschließt.
- Vergißt man dies
, dann
folgender Hinweis:
- an der Pumpenplatte vom Tank ist die Druckleitung die obere, die
Rücklaufleitung die unterhalb und nach vorne von dieser befindliche.
- an den Röhrchen des Druckverteilers kommen 2 in Frage: das obere
davon ist die Druckseite, das untere der Rücklauf.
- im Prinzip ist es so, daß die beiden Leitungen "überkreuzungsfrei"
verlaufen.
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