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Stand: 10.04.2010

Überblick


Kaufgründe und Motive

  • "Features", die mich interessiert / gereizt haben:
    • ABS, leistungsfähige Bremsen
    • Telelever-Fahrwerk: vollständige Entkopplung von Bremsmoment und Federung
    • Einspritzung - bzw. ein Motor nach zumindestens in etwa "heutigem" Stand der Technik (der 2V-Boxer meiner 1996er Basic datiert dagegen konstruktiv aus etwa 1969)
  • was mich von der aktuellen 1200er abhielt:
    • zunächst mal natürlich der Preis: ~14.000€ in Vollausstattung (wer würde auf ESA verzichten?) und mit dem verhandelt
    • eigentlich ist in der 1100er schon vieles verwirklicht, was mich interessiert (siehe oben)
    • Getriebe: wozu braucht die 1200er 6 Gänge, oder anders: warum sind die so eng gestuft?
      • Der erste der 1100er ist exakt so wieder 1. der 1200er (Bj. 2009), beide ärgerlicherweise deutlich länger als in der Basic.
      • Der 5. der 1100er entspricht exakt dem 6. der 1200er (Bj. 2009). Da gefällt mir die "gröbere" Abstufung des 1100er Getriebes besser.
    • Stichwort Elektronik: CAN-Bus finde ich gut, weil er den Kabelbaum ausdünnt (hier ein Bild des wohl weitgehend identischen 1150er Kabelbaums ). Das CAN-Bus-System ist -richtig umgesetzt- einfach genial. Aber wer braucht z.B. eine EWS (elektronische Wegfahrsperre), vor allem dann, wenn sie wohl öfter das Wegfahren des Besitzers sperrt, als das Wegfahren eines Missetäters ...? Wieviel % der Nächte verbringen GS'en in geschlossenen Garagen?
    • Gewichtsunterschied: eine eigene Messung ergab einen Gewichtsunterschied von ca. 8 kg zu einer 2009er 1200GS (Vollausstattung mit ABS / ESA / ... und den leichteren Gußfelgen). Somit hätte ich deutlich über 1000€ pro eingespartes Kilo auf den Preis drauflegen müssen ...
    • die "normale" Kupplungsbetätigung anstatt der hydraulischen:
      • wenn man so sieht, wie oft offenbar bei den hydraulischen Kupplungen der Nehmerzylinder kaputtgeht, wie aufwendig dann die Reparatur ist, der Serviceaufwand vorher, das Mehrgewicht, ...
      • ... und das alles für kein bißchen leichtere Betätigung oder sonst einen Vorteil ...
      • ... denn wozu brauche ich eine automatische Verstellung? Im Gegenteil: so sehe ich wenigstens, wann die Beläge dem Ende zugehen.
      • ... dann bin ich froh, einen simplen, leichtgängigen Bowdenzug zu haben.
    • Design: m. M. nach hat die 1100er schon fast etwas Klassisches an sich. Sie ist halt ein "Klotz". Die 1200er hingegen wirkt auf mich irgendwie ... "gitterförmig". Es ist natürlich Geschmackssache, und was man sich leisten kann und tut, findet man dann auch schön ...
  • klarer Vorteil hingegen bei der aktuellen 1200er ist die Motorregelung:
    • je 1 Lambdasonde und Klopfsensor pro Zylinder, sowie die hohe Verdichtung: das optimiert den Wirkungsgrad und eliminiert das Konstantfahrruckeln komplett. Hier ist die 1100er nicht mehr "state of the art".
    • Das merkt man auch beim Fahren, muß man anerkennen. Die 1200er hat schon fühlbar mehr Dampf. Aber wie gesagt: ist es für über 8000€ mehr Dampf ...?
  • Vergleich zur 1150er:
    • die 1150er ist nochmal 5-8 kg schwerer (je nach Angabe)
    • soll auch nicht besser laufen, Doppelzündung bringt auch nix
    • ist deutlich teurer
    • I-ABS und vor allem Bremskraftverstärker hätte ich nicht gewollt
    • Getriebeübersetzung: der 1. der 1150er ist länger = Mist, der 6. ist ein reiner Overdrive (für mich, der keine BAB oder schneller als kurzfristig 150 fährt)
    • optisch finde ich hingegen die 1150er "schöner" (alles relativ), v.a. der Auspuff

Mein Exemplar

  • EZ 5/1998, gebaut 3/1998
  • gekauft Juli 2009 aus erster Hand
  • nicht allzu gepflegt, aber un- und umfallfrei
  • Fahrleistung in den letzten 5 Jahren ca. 300 km - und prompt gab es Standschäden ...
  • "Pflegestau": 20.000 km Service deutlich überfällig (von den Jahren her)
  • siehe Bildergalerie

"Inbesitznahme"

  • erstmal gründlich geputzt und dabei in Augenschein genommen
    • sehr kompakte Erscheinung, teilweise unheimlich eng gebaut ð schwer zu putzen. Das zeigt sich auch beim Schrauben - außer beim "Ventile einstellen" geht es oft sehr eng zu. Ganz anders als bei der 2-Ventiler, und auch die aktuellen 1200er wirken da "luftiger".
    • enorm viel Bremsstaub an Felgen, Speichen, Zylindern, der "eingebrannt" ist. Sind die originalen BMW-Beläge eventuell sehr weich und generieren viel Abrieb?
  • es stand die 20.000er Inspektion an
    • alle Öle gewechselt: Motor 20W-50 mineralisch wie auch die Basic, Getriebe und HAG Castrol 75W-140 synthetisch
    • Bremsflüssigkeits-Wechsel: erstmal verschoben, bis ich durchgängig Stahlflex montiere
  • Getriebeöl-Ablaßschraube
  • Handbremszylinder undicht
  • Scheibe und Schnabel gekürzt
  • die Reifen aus 2002 hatten noch fast volle Profiltiefe, und erwiesen sich nach anfänglichen Bedenken als noch gut fahrbar (Tourance)

Erste Eindrücke bei Fahren

  • "Elektromotor"-Charakteristik: und zwar sowohl von Leistung und Geräusch her. Die Basic kommt "ruckartiger", die 1100er sanfter. Anders als manch andere Einspritzer.
  • Konstantfahrruckeln: Ventilspiel, Kipphebel-Axialspiel und Synchronisieren brachten eine gewisse Linderung, aber immer noch vorhanden. (Später gelöst.)
  • Das Teil ist massig - wiegt 30 kg mehr als die Basic !
    • interessant ist die Gewichtsverteilung (ohne Fahrer): vorn und hinten fast gleich - das Mehrgewicht liegt also weitgehend vorne, und der Schwerpunkt deutlich höher (merkt man beim Schieben, sonst nicht)
  • super Straßenlage - wie das sprichwörtliche Brett (ok, ist auch ein schweres Brett ...)
  • original Fußrasten noch etwas zu hoch, ansonsten paßt Sitzposition
  • Verwirbelungen auch bei gekürzter Scheibe - aerodynamische Experimente, Kürzung in verschiedenen Etappen --> später gelöst

Vergleich mit der Basic: Ergonomie

  • wie auf den Bildern zu sehen, unterscheidet sich die Ergonomie deutlich (nicht nur das Gewicht)
  • der Schwerpunkt ist bei der 1100er weiter oben: der Motor liegt höher, und oberhalb des Motors liegen noch die Lichtmaschine und vor allem das ABS mit seinen ~6 kg. Somit wölbt sich der (größere) Tank weiter nach oben. Das ist beim Schieben deutlich fühlbar und beim Wenden auf Waldwegen kann es unangenehm enden. Beim Fahren hingegen ist das unauffällig.
  • die Zylinder liegen ca. 8-10 cm weiter vorne ð keine Schienbein-Berührungen mehr. Ferner sind die Einspritzrohre weniger ausladend als die Vergaser.
  • die Zylinder konnten weiter nach vorne wandern, weil die Lichtmaschine von vorne auf der Kurbelwelle nach oben verlegt wurde. Das führte ferner zur nahezu symmetrischen Radlast bei der 1100er: die 1100er ist vorne deutlich schwerer als die (meine) Basic, hinten fast identisch. Fast das gesamte Mehrgewicht liegt auf dem Vorderrad.
  • Vergleich der ergonomischen Verhältnisse: unten ist ein Link auf eine PowerPoint-Präsentation, die das ganze noch besser zeigt.

PowerPoint von links PowerPoint von rechts
  • die Fußrasten der 1100er liegen weiter vorne, die Höhe ist etwa gleich (Achtung: ich habe andere Fußrasten montiert, die etwas tiefer und etwas weiter vorne zu liegen kommen)
  • der Lenker der 1100er liegt ca. 5-7 cm weiter oben. (Der Lenker meiner Basic ist ggü. Serie durch Lenkerböcke ca. 25 mm höher und 20 mm weiter nach hinten gelegt.)
    • ð man kann auf der 1100er viel besser stehen !
  • die Sitzbank der 1100er fällt mir persönlich etwas zu steil nach vorne ab, ich tendiere so in Richtung Hohlkreuz. Aber das sind persönliche Vorlieben.
  • Erstaunlich ist die Sitzhöhe: bei der 1100er stehe ich mit der gesamten Sohle auf dem Boden, bei der Basic nur mit dem Ballen

Bekannte Schwachpunkte der Baureihe

  • Eine Reihe weiterer Probleme habe ich im Dokument "Tips & Tricks" beschrieben.
  • generell: es ist alles unglaublich eng, man hat wenig Platz beim Schrauben und Putzen. An viele Ecken kommt man fast nicht ran, oder man muß zuerst andere Teile abbauen. Schönes Beispiel für die Enge sind die 2 Schläuche der Tankentlüftung, die man kaum zwischen Rahmen und Luftfiltergehäuse durchbekommt.

Kurbelwellen-Simmerring

  • Versagt wohl ziemlich oft, bzw. hat versagt. So auch bei meiner: wurde bereits 1998 auf Garantie erledigt. Führt dann zum Verölen der Kupplung.
  • Die verölte Kupplung hat dann bei meiner Q wohl eine Weile lang ziemlich durchgerutscht, und sie wurde damals wohl nur gereinigt, nicht ausgetauscht. Jedenfalls ist das für mich die einzige Erklärung, warum das Einstellspiel bei meiner Q nach ca. 20.000 km schon dem Ende des Bereiches entgegengeht.
    • Zur Erinnerung: bei einer verschleißenden Kupplung wird das Spiel nicht größer, sondern kleiner.
    • Andersrum bei z.B. Trommelbremsen: dort vergrößert der Belagverschleiß das Spiel.
    • Grund: die Bremsen greifen beim Betätigen des Hebels, die Kupplung trennt beim Betätigen des Hebels.
  • Der Tausch der Kupplung ist übrigens so ziemlich der montagetechnische Super-GAU: das ganze Mopped muß dazu auseinander ...

Konstantfahrruckeln

  • Oft diskutiert und die Gegenmaßnahmen sind hinlänglich beschrieben. Habe ich trotz aller Bemühungen (Ventilspiel, Kipphebelaxialspiel, und Synchronisation) auch nicht wegbekommen. Zum Zeitpunkt dieser Aussage waren Bosch-Kerzen mit 2 Elektroden montiert: FR6DDC.
  • Deutliche Linderung ergab sich durch neue, andere Zündkerzen !
  • Weitere deutliche Reduktion durch neuen Steuerkettenspanner links.

Symmetrische Krümmerrohre der 1100RS/RT?

  • habe zu Testzwecken einen Krümmer der 1100RS/RT montiert. Es wird in der Szene kolportiert, daß dieser das Konstantfahrruckeln mindert, weil beide Zylinder gleichlange Krümmer haben, während beim asymmetrischen 1100GS-Kürmmer der rechte Krümmer deutlich kürzer als der linke ist.
     
    1100GS Standard 1100RS/RT
  • mein Fazit: nur sehr geringe Verbesserung in Sachen Konstantfahrruckeln, und im Gegenzug einige Nachteile - also wieder demontiert.
  • Im Einzelnen:
    • die Krümmer der 1100RS/RT sind dickwandiger und daher auch schwerer (ca. 1 kg)
    • es gibt Schwierigkeiten bei der Montage: Kollision mit dem Motorschutz, die Krümmer kommen weiter nach unten. Man sieht das schon beim "Knick" am Übergang zum Sammler. Man müßte den Motorschutz passend aussägen, sonst läßt er sich nicht montieren. Bei der R1100R gibt es dieses Problem natürlich nicht !
    • bei der Demontage der "normalen" Krümmer fiel mir übrigens auf, daß die beiden oberen Auslässe deutlich heller sind, mithin dort heißere Abgase fließen. Grund ...? Könnte ganz normal sein bei 4-Ventilern.
       
      linker Krümmer rechter Krümmer
    • das Konstantfahrruckeln war gefühlt ein kleines bißchen geringer
    • die Leistung war gefühlt identisch. Das, was Holger Wiemann in seiner hervorragenden Anleitung und Analyse (hier die lokale Kopie) schrieb, nämlich daß der Motor um ~4.000/min mit symmetrischem Krümmer noch besser läuft, konnte ich so nicht fühlen (Popometer Marke Grobmotoriker ...?)

Bremszylinder undicht

  • dieses Problem hatte ich auch. Bemerkt habe ich das an Bremsflüssigkeit im rechten Handprotektor. Nun gab es 2 Möglichkeiten: Reparatursatz (nur der innere Kolben) oder kompletter Bremszylinder (Gehäuse und eingebautes Innenleben).
  • Nach Entfernung des Kolbens ergab sich folgendes Bild: Fraßspuren im Gehäuse - also der komplette Bremszylinder - 250€

  • auf dem Bild unten sieht man, daß hier wohl schon länger Bremsflüssigkeit ausgetreten ist, aber vermutlich nur wenig.
  • Standschaden?

 
  • der Wechsel bedingte einen hohen Arbeitsaufwand: Heizgriff muß komplett runter  also Kabel aus dem Lenker ziehen  dazu müssen , die Steckerzungen aus dem Stecker, weil der Stecker nicht durch das 5 mm Loch im Lenker paßt ...
  • das Entlüften war hingegen absolut unproblematisch: am ABS das rechte Ventil - easy !
  • hier eine Anleitung für das Ganze "step by step"

Getriebeöl-Ablaßschraube

  • hatte ich auch. Effekt: die Getriebeöl-Ablaßschraube saß dermaßen fest, daß eine Gedore-Imbus-Nuß mit kurzem (!) Imbus sich zopfförmig verdreht hat, bevor es endlich "knack" gemacht hat.
    • Enorm wichtiger (erfolgreicher) Tip an dieser Stelle: die Imbus-Nuß in Ventil-Vorschleifpaste tauchen und erst dann ansetzen. Das füllt die Spalten und verbessert den Sitz, reduziert so das Risiko des Imbus-Versauens. Das geringere "Spiel" merkt man in der Hand deutlich.
    • Wenn der Imbus vergniedelt ist, soll das Reinschlagen einer etwa passenden Vielkantnuß noch eine Option sein (hatte ich auch schon probiert, aber noch nicht entschlossen genug), danach kommt Ausbohren .
    • Als weiteren "Trick" habe ich übrigens einen Heiluftfön mit Aufsatzdüse ca. 1 cm verwendet: das Gehäuse war kalt, und ich habe die Schraube in Stufe 1 = ca. 200°C angeblasen. Das Ablaufen hat natürlich gedauert, hab die Q nach rechts auf den Zylinder (Getränkekiste) geneigt. Nach 2 Stunden hatte das Tropfen aufgehört.
    • warum sitzt eine Schraube so fest, die doch nur mit 20 Nm angezogen werden soll? Nun, offenbar backen die Alu-U-Scheiben und das Gehäuse doch sehr fest zusammen.
  • Das haben auch die BMW-Leute gemerkt, daß hier ein mickriger SW6-Imbus wohl nicht so doll ist, und die Schaube später durch einen SW13-Außensechskant ersetzt. Diese kann am Werkzeug wesentlich höhere Kräfte übertragen!
  • Hier die alte und die neue Schraube im Vergleich.
  • dieses Problem kommt übrigens öfters vor - siehe weiterer Bericht im Dokument "Tips & Tricks
  • Ferner mußte ich feststellen, daß der VB (oder sein ) dort keine Dichtung verbaut hatte . Die Gehäusefläche ist zwar nicht mehr 100% plan, aber eine neue Dichtung hat's gerettet - es hält dicht ().
  • das Getriebeöl selbst war unauffällig, keine Späne drin oder "Glitter", auch am Magnet hing nicht ungewöhnlich viel oder Grobes (nur der übliche "Schlamm"):
  • apropos Getriebeöl: an dieser Stelle erneut ein Loblied auf das Castrol 75W-140.
    • Bei den davor zurückgelegten ~600 km dachte ich gelegentlich, ich säße auf einer Yamaha FJ, so war das Getriebegeräusch. Ein deutliches "Heulen" oder Pfeifen, auch im Schiebebetrieb. Vielleicht die Primäruntersetzung? Außerdem deutlich lauter schaltend als meine 2V-Q.
    • Mit dem neuen Öl befüllt, ein komplett anderes Geräuschbild: fast kein Heulen/Pfeifen mehr, und leiser schalten tut sie sich auch (aber immer noch deutlich lauter als die Basic!). Die FJ ist jetzt wieder eine BMW. Die man jetzt überhaupt nicht mehr hört - der Auspuff ist wirklich extrem leise.

Bruch des Getriebegehäuses

  • Wohlgemerkt: dieses Problem hatte ich nicht ...!
    Die Fotos hier stammen aus dem Netz.
  • Ursache ist ein konstruktiver Schwachpunkt: der Heckrahmen stützt sich auf dem einen Auge am Getriebe ab, welches für starke Belastungen zu schwach ist und dann bricht das Gehäuse.
    • Ausgelöst wird dies offenbar nicht nur durch sehr große Last auf dem Heckrahmen - hierbei wird dann am oberen Befestigungsauge "Schub nach vorne" eingeleitet, ...
    • sondern wohl auch durch "Zug nach oben": das Federbein ist bekanntlich am Heckrahmen angelenkt, und bei z.B. Sprüngen wird dann hier "nach oben gezogen"
  • die Reparatur ist so ziemlich der montagetechnische Super-GAU - das ganze Mopped muß dafür auseinander. Mal abgesehen von den Preisen für ein neues Gehäuse oder ein  Austauschgetriebe.
  • Vorbeugung: "Hard parts" von Touratech oder direkt von BMW - gab's übrigens serienmäßig für die australische und brasilianischen Exemplare. Diese Verstärkungsbleche verteilen die eingeleiteten Kräfte teilweise auf alle Schrauben der Fußrastenplatte.

Das Problem, wie es am häufigsten auftritt è

eine kreative Reparatur: Ersatz durch Stahlkonstruktion als "Zwischenplatte" (der Rest des Auges vom Getriebe wurde weggeflext) ê

eine andere Variante: hier ist es nicht am "Auge" oben, sondern hinter der Raste gebrochen. War hier der Fahrer nach einem Sprung zu schwer? ê


Änderungen, die ich durchgeführt habe

Kurzer Schnabel

  • den originalen finde ich abstrus lang. Einen gut 10 cm kürzeren gibt es in guter Qualität (GFK) für ~100€ von www.gs-parts.de.
  • ich habe ihn erstmal schwarz gelassen, weil ich mir mit der Farbe eh noch nicht sicher bin.
  • optischer Eindruck damit siehe Bildergalerie

Windschild gekürzt

  • da ich nur selten und wenig über 120, 130 km/h fahre, mich hingegen die Verwirbelungen von jeglichen Windschildern sehr stören, habe ich mit einem zweiten Exemplar des Windschildes einige aerodynamische Versuche unternommen. Hier das Ergebnis, mit dem ich nun zufrieden bin.
  • ich bin ca. 1,73 groß, die Sitzbank (original) habe ich auf die höhere Position gestellt
  • nach diversen aerodynamischen Experimenten hat sich folgende Form ergeben. Der "Flügel" oben drauf lenkt die Luft in die Horizontale um und verhindert, daß der Helm im Verwirbelungsbereich liegt. Es ist der oberste Teil der originalen Scheibe. Sieht ein wenig komisch aus, aber hilft, die Verwirbelungen ganz erheblich zu reduzieren.

Handprotektoren

  • Nachtrag April 2010: ich habe die originalen Handprotektoren durch diejenigen von/für die 1150er ersetzt. Im wesentlichen deswegen, weil diese zusätzlich noch außen am Lenker befestigt werden (mehr Schutz für die Hebel im Falle eines Falles).
    • Nun sind die 1150er Handprotektoren aber außerdem etwas flacher (von vorne betrachtet), und etwas "keilförmiger" (von der Seite betrachtet). Dies macht sie offenbar etwas windschlüpfriger.
    • Der Effekt auf die restlichen verbliebenen Verwirbelungen am Helm ist ganz erstaunlich: jetzt sind diese vollständig weg. Der Helm bzw. der Gesichtsbereich wird nun "voll" und laminar angeströmt - sehr angenehmer Nebeneffekt der "schlankeren" 1150er Protektoren!
    • Genau das hat irgendjemand schon mal in im Netz geposted: "Handprotektoren ab ð Verwirbelungen am Helm weg". Ich hab's damals nicht recht glauben können - jetzt schon eher. Allerdings möchte ich die Protektoren nicht missen.

Fußrasten tiefergelegt

  • von der Firma "MV", gebraucht gekauft, waren ursprünglich für eine 1200er. Da aber alle GS'sen seit der Paralever dieselben originalen Enduro-Fußrasten haben, hat man hier viel Auswahl.

Bremsbeläge: Sinter

  • Lucas MCB 680 SV
  • haben 2 große Vorteile:
    • bessere Bremswirkung
    • und viel weniger unangenehmen Abrieb. Die originalen von Textar erzeugen einen schwarzen Bremsstaub, der übelst auf Speichen, Felgen, am Motorblock ... einfach überall haftet und nur schwer zu entfernen ist.
  • siehe hier zum selben Thema bei der Basic

Stahlflex-Bremsleitungen

  • das sind eine ganze Menge Leitungen: insgesamt 5 Stück. 1 hinten, 4 vorne. Bei der Montage traten keine besonderen Schwierigkeiten auf.
  • Ein Problem besteht jedoch: die obere Leitung vom Handbremszylinder zum Rahmen (wo sie dann weiter ins ABS geht) wird in sich verdreht - was gerade Stahlflexleitungen nicht soo gern haben.
  • Siehe folgendes Bild: die Leitung wird beim Hin- und Herlenken mit dem Lenker "geschwenkt". Am Fitting unten kann sie sich jedoch nicht drehen. Es wäre wesentlich gescheiter gewesen, das untere Fitting bzw. sein Gegenstück am Rahmen so auszurichten, daß es in der Drehebene des Lenkers liegt. Denn dann würde die Leitung einfach nur "gebeugt" - und das kann sie problemlos vertragen.


Man kann diese Verdrehung problemlos nachvollziehen, wenn man das Fitting oben am Handbremszylinder
schon angezogen hat, dann die Leitung unten mit dem Finger andrückt (keine Schraube eindrehen),
und dann den Lenker schwenkt.

  • Bezüglich einer solchen "Verdrehung in sich" sind die Gummileitungen wesentlich toleranter: spannt mal eine Stahlflex und eine Gummileitung am Fitting in einen Schraubstock, und dann versucht mal, am anderen Ende zu drehen.
  • Dieses Problem tritt bei non-ABS-Modellen natürlich nicht auf, denn dort geht diese obere Leitung bis runter zum Verteiler (und eben nicht an den Rahmen), und so sind alle Teil-Leitungen am "Subsystem Lenkung" montiert und werden beim Lenken mitgeschwenkt. Die einzige Bewegung ist wieder eine Beugung.
  • Im Forum "UKGS'er" gibt es dazu übrigens eine Diskussion. Hier wird von dort defekt werdenden Bremsleitungen berichtet, und es wird festgestellt, daß bei den 1150ern das Problem so nicht auftritt. Das allerdings ist konstruktiv nicht zu erklären, denn dort ist die Anbringung der Leitung oben dieselbe. Vielleicht das Alter und die Laufleistung...?

  • Fazit: im Auge behalten !

Entlüften

  • Entlüften ist bei der 1100er problemlos selbst möglich, weil sie noch keinen Bremskraftverstärker hat. Das System ist vom jeweiligen Bremsflüssigkeitsbehälter bis zu den Sätteln ein durchgängiges System (vorn / hinten vollständig getrennt, auch im Modulator). Man könnte also ganz normal unten an den Bremssätteln entlüften, man pumpt dabei durch den Modulator einfach durch.
  • Ich empfehle trotzdem, auch die beiden Entlüfter am Modulator einzubeziehen. Denn dort scheint sich ein kleines "Totvolumen" zu befinden, was eben nicht "durchgespült" wird. Im übrigen ist offenbar im Modulator nicht allzu viel Bremsflüssigkeit enthalten, auch wenn das Ding ziemlich groß aussieht. Die Gesamtfüllmenge ist auf jeden Fall weniger als eine Dose (250 cm³), besser aber doch eine 2. Dose holen, falls man etwas mehr durchpumpen will.
    • linker Entlüfter am Modulator - Fußbremse (hinten)
    • rechter Entlüfter am Modulator - Handbremse (vorn)
  • Reihenfolge des Entlüftens (zumindest beim Bremsleitungswechsel, wenn also alles "trocken" war:
    • für vorne: Modulator ð Bremssättel nacheinander rechts/links (oder umgekehrt) ð Modulator ð und dann nochmal beide Bremssättel nacheinander
    • für hinten: Modulator ð Bremssattel.
  • Zündung muß nicht eingeschaltet werden.
  • weitere Tips zum Entlüften siehe hier.

Tiefer Auspuff

  • das eigentliche Ziel war, 2 "gleichgroße" Koffer montieren zu können. Denn der linke ist schon sehr klein, wenn der hohe Auspuff montiert ist.
  • ferner will ich im Gegenzug dazu die "kleinen" Kofferdeckel montieren (können).
  • der Auspuff der RT/RS paßt - nur für den hinteren Halter ist eine Sonderkonstruktion erforderlich. Hier haben mir Mitglieder des Forums sehr geholfen: Frank (von ihm habe ich erste Bilder der tiefen Anlage bekommen) und Wolfgang (von ihm stammen die beiden Halter - super Ausführung!).
  • Es sind 2 Bauteile:
    • der Auspuffhalter: ein Edelstahl-Schweißteil
    • der Kofferhalter: aus Alu geschweißt. Der originale Ausleger an der Raste wird abgesägt, der neue Halter von hinten verschraubt.
  • bei dieser Umbauaktion ist mir wieder mal aufgefallen, wie wahnsinnig eng an der 1100er alles zugeht - "kein Platz für nichts":
    • z.B. Kabel der Lambdasonde: man muß diese unbedingt einschrauben, bevor der Auspuff montiert wird. Hinterher kommt man da so gut wie nicht mehr ran.
    • wenn man nämlich den Auspuff zuerst montiert, und dann die Lambdasonde einschrauben will: das Kabel muß man dann erstmal nach links raushängen lassen, um zu verhindern, daß es sich beim Einschrauben der Sonde stark in sich "verdrillt".
    • Ok, dann also die Lambdasonde einschrauben (wie gesagt: man kommt kaum ran), das Kabel dabei immer "mitdrehen". Aber dann bekommt man doch glatt am Schluß den Stecker nicht nach rechts durchgeschoben - es ist nirgends Platz genug. Und das Kabel müßte man dann oberhalb des Sammlers durchschieben - auch das ginge  jedoch nicht, denn zwischen Sammler und Schwinge sind nur ~4 mm Platz - nötig wären 5 mm ...also Auspuff wieder ab, und Lambdasonde zuerst einschrauben, dann Kabel nach rechts hängen lassen, erst dann Auspuff anschrauben.
  • Hier das Gesamtergebnis: ich finde, sie sieht mit dem tiefen Auspuff sogar besser aus.

Koffer mit "City-Koffer"-Deckeln

  • Ziel: schmale Koffer, nicht breiter als die Zylinder. Auslöser: Optik, und auch Manövrierfähigkeit (in Südeuropa muß man einfach Lücken nutzen können).
  • nachdem ich nun wegen des tiefen Auspuffs rechts und links in etwa gleichgroße Koffer montieren kann, kann ich im Gegenzug dazu die "kleinen" Kofferdeckel montieren, wenn ich nur kleines Gepäck mitführen möchte.
  • hierfür werden nur die Deckel der Systemkoffer gegen die kleineren ausgetauscht:
    • ET-Nummern: 46542337019 und 46542337020, Preis je ca. 75 €
    • Montage: die Nieten am Scharnier aufbohren und ersetzen durch M4-Schrauben (passender Länge, selbstsichernde Muttern, U-Scheiben)
  • diese "kleinen" Kofferdeckel haben jedoch einen kleinen Konstruktionsfehler:
    • infolge der Flachheit biegen sie sich in der Mitte durch, wenn von innen was gegendrückt - also immer. "In der Mitte" deshalb, weil oben (Schloß-Haken) und unten (Scharnier) die Lage fixiert ist. (Die normalen Deckel sind in sich formstabil und biegen sich nicht durch.)
    • das wiederum läßt an der Dichtung einen Spalt klaffen ð Wassereinbruch droht.
    • Lösung: aus Theraband-Gummi einen straff sitzenden Ring kleben ("Uhu Endfest 300" hat auch diese Aufgabe gemeistert). Ein Gurt müßte waagrecht drumgeschlungen werden, das hält nicht.
  • die Gesamtbreite beträgt so ca. 70 cm!

Kurbelwelle drehen ohne Frontdeckel demontieren

  • Zum Beispiel bei Ventilspielkontrolle: die Kurbelwelle dreht man am exaktesten an der 16er (!) Mutter vorne durch. Um nun nicht jedes Mal den Deckel abnehmen zu müssen, folgender Tip aus dem Netz:
    • die 16er Mutter sitzt genau hinter dem BMW-Logo (da hat der Designer also beim Konstrukteur nachgeguckt...)
    • dort ein Loch 23 mm bohren
    • verschließen mit passendem Gummistopfen, z.B. die Nr. 31422000381 (Gabelstopfen oben bei der /5er)
    • oder auch andere Stopfen - Maß ggf. anpassen ("ja nee, is klar...")
(die Fotos stammen nicht von mir, sondern aus dem Netz)

Steuerkettenspanner links

  • die linke Steuerkette neigt unter gewissen Bedingungen zum Klappern bei den 1100ern. Das ist im Netz hinlänglich dokumentiert. Grund ist, daß der linke "hängend" montiert ist, und daher das Öl schneller aus dem Druckkolben austreten kann als beim rechten. Zwar ist auch noch eine Feder enthalten, aber die alleine tut's nicht.
  • Nun gibt es eine neuere Version dieser Baugruppe, die diesen Mangel nicht hat. Die wurde für die 1200er entwickelt, paßt aber auch in die 1100er. Erstaunlicherweise hat dieser keine Feder mehr, sondern funktioniert ausschließlich über Öldruck.
  • August 2010 habe ich diesen Tausch ebenfalls durchgeführt - keine Probleme aufgetreten. Auch hierbei geht es mal wieder sehr eng zu. Rest siehe og. Dokus.
  • Ergebnis: verblüffend!
    • das Geräusch hat sehr deutlich abgenommen. Es ist jetzt so, daß nach Absinken der Drehzahl auf Leerlaufniveau nach ca 1-2 sec das "Rasseln" oder besser "Rauschen" plötzlich verschwindet und der Motor sehr ruhig läuft.
    • auch das Konstantfahrruckeln hat sich deutlich verringert. Das hat mich sehr erstaunt.

... oder war's der Ansaugstutzen?

  • Das verringerte Konstantfahrruckeln könnte in meinem Fall allerdings auch durch den gleichzeitigen Austausch eines schadhaften Ansaugstutzens verursacht worden sein. Hat dort der Motor vielleicht doch (trotz Prüfung mit Bremsenreiniger) Falschluft gezogen?
    • Von Anfang an war mir aufgefallen, daß der Halter für's Zündkabel abgeknickt ist - als ob mal jemand auf den Zylinder gestiegen ist. Da dies aber nicht tiefer zu reichen schien, hab ich das erstmal so gelassen, und erst den Anlaß "Steuerkettenspanner-Tausch" hergenommen, um einen neuen Ansaugstutzen zu montieren.
    • Siehe dazu Bilder. Rein optisch, schien hier keine Falschluft gezogen worden zu sein, denn dann müßte wenigstens ein bißchen Schmutz sichtbar sein. Aber das war nicht der Fall.
  • Insofern glaube ich, daß der Effekt auf das Konstantfahrruckeln doch vom neuen Steuerkettenspanner herrührt. Aber erstaunlich ist das umso mehr, denn dann müßten die Steuerzeiten zuvor sehr deutlich geschwankt haben - d.h., Steuerkette unzureichend gespannt...? Die Geräuschkulisse meiner 1100er schien mir jedenfalls normal gewesen zu sein.

é das war alles, was von außen sichtbar war

é alt und neu im Vergleich (anklicken)

é auch innen sehr merkwürdige Dinge - Fertigungsfehler?

é der bewegte Kolben des Steuerkettenspanners zeigt durchaus Laufspuren

Touratech Halter für GPSmap 278

  • der Lenker-Adapter ist ein leicht modifiziertes Touratech-Teil für die 1200 GS bis vor Bj. 2008
  • am GPS-Halter habe ich die Fixierschraube "umgedreht" (Rändelmutter nach oben zeigend), und innen am Halter und Überwurfbügel die untere runde Bohrung zu einem 4-Kant aufgefeilt (wer es demontiert, weiß, was gemeint ist)

Touratech Hard Parts Fußrastenverstärkungen

  • Zweck: das hier vermeiden ...
  • Funktionsweise: die Last des Heckrahmens wird verteilt auf alle Verschraubungen am Getriebe. Somit wird die obere Verschraubung entlastet.
  • Anbau: die deutsche Anleitung ist wesentlich schlechter als die englische. Keine besonderen Probleme. Man muß die Bremsleitungen aus Metall behutsam etwas anheben bzw. nach außen biegen.

Zündkerzen

  • beim Kauf waren Bosch FR6DDC drin, die von BMW und Bosch empfohlenen Zündkerzen für dieses Modell, Laufleistung also max. 20.000 km (vermutlich weniger). Der Elektrodenabstand schien mir etwas groß - das ist schwer zu messen bei Kerzen mit seitlichen, abgerundeten Elektroden. Auf jeden Fall konnte ich keinen signifikanten Abbrand feststellen. Auch sauber scheinen sie mir zu sein, und rechts und links gleich.
    • Anmerkung: die Bosch FR5DTC hat Dreifach-Masseelektrode, Bosch FR6DDC hat Zweifach-Masseelektrode. Früher gab es noch die FR6DP1.
    • ebenfalls freigegeben sei die Champion RC7YCC
    • siehe hier zu den Kerzen-Namensschemata
  • Es zeigte sich, daß diese Kerzen für einen Gutteil des Konstantfahrruckelns verantwortlich waren. Sie wurden getauscht gegen NGK BCP7ET - eine Kerze, die häufig in den einschlägigen Foren als "gut passend zur 1100er" bezeichnet wird. Die BCP7ET hat, wie das Namensschema andeutet, 3 seitliche Elektroden, der von BMW und NGK genannte Typ BKR7EKC hat 2 seitliche Elektroden.
    • Effekt: deutlich weniger Konstantfahrruckeln, runderer Leerlauf, und subjektiv "weicherer" Motorlauf (das kann aber auch am Luftdruck liegen, der am Vortag noch deutlich höher war).
    • nun habe ich dabei jedoch 2 Dinge auf einmal geändert:
      • alte gegen neue Zündkerzen getauscht
      • und eben Bosch gegen NGK.
    • die eigentliche Ursache festzustellen, bleibt also schwierig. (Ich habe jetzt keinen Bock, noch einen Satz neue Bosch FR6DDC zu kaufen und noch heute -gleiche Witterung- zu testen.) Es bleibt mir also die Freiheit, in 20.000 km an gleicher Stelle exakt das Gegenteil zu schreiben: "Bosch ist besser als NGK".
    • erstaunt hat mich aber in jedem Fall die deutlich fühlbare Auswirkung des Wechsels - Zündkerzen sind eben doch nicht "egal".

ABS-Selbsttest und die Batterie

  • Der ABS-Selbsttest schlägt dann fehl, wenn die Batterie nicht ganz kraftstrotzend voll geladen ist. Dann blinken die beiden ABS-Warnleuchten abwechselnd. Grund ist, daß beim Startvorgang die Spannung unter den Grenzwert für den ABS-Selbsttest fällt - in diesem Fall also eigentlich ein blinder Alarm.
  • Abhilfen:
    • ein paar km fahren und dann nochmal neu starten
    • Batterie immer voll geladen halten, oder neue Batterie spendieren, denn das Ladesystem der 1100er ist üppig bemessen
    • oder aber über eine modifizierte Schaltung den Selbsttest erst dann durchführen, nachdem der Startvorgang und somit der Spannungsabfall vorüber ist. Hier die Anleitung dazu.

Öltemperatur auf dem FID

  • aus dem Netz, von daher ohne Gewähr !!!
Balken Temp °C Temp °F
10 175°C 347°F
9 170°C 338°F
8 160°C 320°F
7 150°C 302°F
6 130°C 266°F
5 105°C 221°F
4 90°C 194°F
3 80°C 176°F
2 65°C 149°F
1 40°C 104°F
0 <33°C <92°F

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