Meine gute alte XT
- Bj. 80, gekauft 81 mit ca. 4000 km für 4200 DM aus 1. Hand
- km-Stand ca. 112.000 km (im wesentlichen bis 1988 zusammengebracht)
- was haben wir nicht alles zusammen erlebt: div. Urlaube,
Gelände
1, Gelände
2, zigtausend Schwarzwald-km, ...! Trotz der BMW
im Stall geb' ich sie nie her.
- ein paar Sachen habe ich geändert...

Was ich mag
- den Bums & den Sound
- it don't have vibrations, it's power trembling. Ok, heute mit bald
50 und
nach 300 km ist es eher meine fehlende Power, die mich trembeln läßt...
- Handlichkeit: am Schauinsland oder besser noch kleineren Sträßchen hat sich
früher manch einer gewundert ... ;-)
- 1a Startverhalten: alles andere ist entweder kaputte Technik beim Moped
oder falsche Technik beim Fahrer
- Zuverlässigkeit: ich bin nie liegengeblieben
- keine überflüssige oder instabile Elektrik oder Elektronik: wenn man da
so an die vielen Postings zu Diodenplatte oder Anlasser der BMW
denkt ...
- das Gefühl, das Mopped in allen seinen Teilen zu kennen und zu beherrschen
- das absolut klassische Layout
Was ich nicht so mag
- alles was ich geändert habe
- die Leistungsabgabe der 12V-Anlage ist immer noch
sehr knapp
- Federweg hinten zu gering: 150 statt 120 wären es schon gewesen.
Möglichkeiten gibt's natürlich: längere Schwinge, andere Federbeine (die
aber die Kiste hinten höher werden lassen, und noch handlicher (Gabelwinkel
& Nachlauf ändern sich dann) wollte ich sie nie haben)
- trotz Verdichtung von nur 8,5 ist Super Pflicht. Das kann die noch ältere
Grundkonstruktion der BMW
schon besser: 8,2 und Normal.
- dies war im Ausland früher bisweilen problematisch ("Süper
yok!")
- sonst klingelt's, man muß dann sehr vorsichtig Gas geben. Das ist typisch für die XT: irgendwie geht alles
- und selbst mit Super hat sie früher öfters geklingelt, was sich
allerdings durch minimale Zündzeitpunkt-Rücknahme immer in ein paar
min lösen ließ (Hallo Nobs - danke für die Geduld, es hat Dir ja
auch immer Deine Drumpause beschert)
- Hauptständer wär' zum Kettenschmieren nicht schlecht gewesen, aber es ging auch ohne (160
kg)
Änderungen
Motor
- 12 Volt Anlage:
- die Grundidee kam irgendwo aus Wien, war aber nirgends dokumentiert
- Umbau im Winter 85/86
- Kabelbaum selbst entworfen und gestrickt, dabei vereinfacht
- habe dann eine Anleitung
(1,7 MB) geschrieben, die
dann im "Motorrad Reisen" (heute Tourenfahrer") Heft 04/85
zitiert wurde. Diese Umbauanleitung habe ich dann an ca. 100 Leute rein
privat verschickt. Komischerweise wurde kurz darauf von diversen Firmen eine
"sehr ähnliche" vertrieben, mit der Hardware dazu ...
- spezieller Gag dabei: das Fahrlicht wird über Relais versorgt, der
Strom fließt nicht über den
Lenkerschalter
- Lampe zunächst 170 mm von einer XJ, heute 150 mm Wunderlich
- andere Anleitungen siehe hier
- Doppelöl-Leitung: die erste Version habe ich selbst angefertigt, als es den Wunderlich noch gar nicht gab.
Heute von ebenjenem.
- Kanäle optimiert & poliert, Vergaser & Bedüsung original
- RR-Ölthermometer
- Leistung ca. echte 33 PS
- K&N Luftfilter: wieder rausgeschmissen. Siehe
hier warum.
Fahrwerk
- Scheibenbremse von Spiegler: mit meiner
XT wurde 1986 das Mustergutachten erstellt & so hab ich sie billiger
bekommen (danke, Lothar)
- Hinterradfelge selber umgespeicht von 1,85 auf 2,5 Zoll Felge (von Tenere):
sieht cool aus und Reifentragbild (Lebensdauer) besser. Speichen von der
Tenere-Felge passen. Das Umspeichen ist gar nicht so knifflig, ein bißchen
Kopfarbeit und einen Auswuchtständer (rollengelagert) mal
vorausgesetzt.
- Alu-Motorschutz (von 79er Bj.): dicker, schöner, rostfrei
- Kettenspanner rausgeschmissen: der
tötet O-Ringe, wenn die Kette in den Reibklotz einläuft, und ist
überflüssig. Macht nur Krach. Zuvor hatte ich
die Achse hohlgebohrt & Schmiernippel eingebaut. Idiotisch, daß eins
der meist bewegten Teile serienmäßig keine Schmierung oder vernünftige Lagerung hat!
- breite SR-Kette: hält über 40.000 km
- Kegelrollenlager vorne: seitdem kein Nachziehen mehr nötig
Sonstiges
- das Gewicht, so wie sie jetzt dasteht, beträgt
übrigens 160 kg mit knapp halbvollem Tank (mit Personenwaage vorn und hinten
gewogen)
- 19,5 l-Alutank von Reinschlüssel (ob's den noch gibt?) im Originaldesign
des Bj. 80, selbst lackiert. Der einzige "Mangel" dieses Tanks ist ein
etwas schlechter Knieschluß stehend (recht dick hinten)
- Lenker-Protektoren mit Alubügel
- früher hatte ich einen selbstgebratenen Riesen-Kofferträger für
Riesen-Alukisten dran, mit rahmenfesten Soziusrasten. (Dieselben
Alukisten hatte ich dann später an die DR 600
montiert,
ich habe nur die Halterungen geändert)
- ein paar kleine Chromteile (Geburtstagsgeschenke):
Steuerkettenspannerabdeckschraube (wow), Lenkerhalter,
Gabelverschlußschrauben (leichterer Ölwechsel)
- und den Rest sieht man ja.
Reparaturen
- 3. Kolben (je ca. 45.000 km, vor dem Wechsel ca. 1-1,5 l Öl / 1000 km)
- Getriebe beide Zahnräder 4. Gang (deutliches Pitting war für mich zwar
überraschend, aber vom Gang her erklärbar, weil im 4. hab ich am
häufigsten Vollgas gegeben)
- Ventilführungen, Ventile, Kipphebel beim 1. Zylinderausschleifen
gleich mit gemacht, hätten wohl ca. 60-70.000 gehalten
- Nockenwelle bei 90.000 (auf "die neue" mit 0,5 mm mehr Hub ->
Effekt gering, nur obenraus)
- Kurbelwelle: bei 90.000 zwecks Analyse & ggf. Überholung Pleuellager zum Wunderlich gegeben, der hat sie mit den Worten
"Pleuellager sind beide wie neu" wieder zurückgeschickt
- alle Wälzlager im Motor noch original, nur Nockenwellenlager sicherheitshalber gewechselt. Problem: eins davon hat sich mitgedreht - mit
Loctite fixiert und Ruhe war. Ebenso sicherheitshalber das Getriebelager am Ritzel gewechselt.
- Steuerkette bei 90.000 (sicherheitshalber, beide Ritzel ok)
- Kupplung bei 90.000 ohne Verschleiß, immer noch original
- Radlager irgendwann bei ca. 30.000 auf 2RS-Typen gewechselt
- Schwingenlager bei ca. 100.000
- Kickstarter vorsichtshalber
- Sitzbank neu: die alte war im Schaumstoffkern schon etwas bröselig
Erfahrungen
- Reifen: 100000 km hab ich vorne original Bridgestone TW? und hinten
Metzeler E2 drauf gehabt -> allzeit OK
- Öl: wenn's ging 20W50, Wechsel alle 5-8.000 km
- Gabelöl: immer 10W20
- Ketten: die SR-Breite hält ewig, auch trocken fahrbar.
- Schwingenlager immer schön abschmieren! Darauf achten, daß an beiden
Seiten Fett austritt. Die Ringdichtungen sitzen manchmal a 1 Seite fest, an
der anderen nicht so sehr ð Fett-Transport nur zur "losen"
Seite. Dir Ringdichtungen verschiebt es mit schöner Regelmäßigkeit aus
der "Glocke" raus, mit Schraubenzieher zurückdrücken
- Sebring & dickerer Krümmer: der Sebring-Topf bringt tatsächlich mehr Spritzigkeit, aber auch erheblich mehr
Krach. Der Sound finde ich Serie besser. Den Originalen habe ich auch noch
(flammgespritzt konserviert).
Federbeine
- Bilsteine: hatte ich mal, super Fahreigenschaften, haben nach relativ
kurzer Zeit Öl
verloren. Verstellung der Vorspannung nur mit Federzwinge möglich, aber auch nicht
nötig
- danach Konis: irgendwo zwischen Serie und Bilstein. Nach der
Demontage des Riesen-Kofferträgers trat was ganz merkwürdiges auf (ist mir hier
zu lang zum Beschreiben) ð Wechsel auf gut erhaltene Originalfederbeine.
Literatur
- hier eine Excel-Tabelle mit Literatur
(nicht mehr gepflegt seit März 2001)
- vieles, was darin vermerkt ist, hab ich vorliegen -> bei Interesse Mail
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