Überblick
Ziel
Was mir an der Silent Hektik-Anlage gefallen bzw. eingeleuchtet hat:
- volldigital, keine (altertümliche) Fliehkraftverstellung etc.
-
stichhaltiges Argument "Kurbel- statt kettengetriebene Nockenwelle"
ð exakte Steuerzeiten
-
nie wieder Nachstellen, kein potentieller Verschleiß der mechanischen
Fliehkraftverstellung
- die serienmäßige Konfiguration ist aussagegemäß eine etwas unglückliche Mischung, die zu
relativ geringer Zündleistung führt (der Transistor hat Verluste und
limitiert den Zündstrom - Details sind was für Elektrotechniker)
-
Motto: wenn schon (modern), denn schon
- und vor allem ist dies eine erste Ausbaustufe für spätere weitere
Tuningmaßnahmen (die eine Doppelzündung erforderlich machen).
Erfahrungen / Status:
- Leistung und Verbrauch im Rahmen der Popometer-Meßgenauigkeit
unverändert
- Motor läuft ab ca. 4000 U/min unter Last leiser: das ist ein etwas eigenartiger
Effekt. Rein subjektiv fehlt hier gegenüber vorher etwas Leistung, ich
konnte das jedoch auf meiner Test-Steigung eindeutig widerlegen. Hier
belügt einen also das Gehör, was bekanntlich Lautstärke und Leistung
koppelt. Ich kann das nur durch eine weichere Verbrennung erklären -
vielleicht durch die 3 aufeinanderfolgenden Zündfunken?
- deutlich schnelleres Anspringen
- wirklich sehr gleichmäßiger Leerlauf (versucht auf ca. 1000 /min
eingeregelt, selbst wenn die Vergasereinstellung sehr niedrig ist)
- aktuell eingestellt ist Kurve E (das ist die zweit"schärfste"
im Sinne von Vorzündungs-Verlauf)
- verwendete Zündkerzen siehe hier.
Siehe auch "Tips & Tricks",
Kapitel "Zündung".
Die ganze Anlage wurde trotzdem April 05 wieder ausgebaut und auf Original
zurückgerüstet, weil andere geplante Tuningmaßnahmen ebenfalls bis auf
weiteres unterbleiben werden und sie, alleine verbaut, so viel dann doch nicht
bringt.
Umbau
Gezeigt wird der Einbau einer Silent Hektik Zündung mit einer Zündspule
(also nicht für Doppelzündung). Bei der Doppelzündung werden zwei Zündspulen
eingebaut. Dann wird es ein Platzproblem für die beiden
großen Verbinder geben!
(Nachtrag außerhalb der Reihe: die kleinsten mir bekannten Zündspulen
sind die von PVL Nr. 356100.)
An sich ist die Geschichte ganz einfach. Das größte Problem fand ich die
Verlegung der Kabel: einige vorhandene müssen (wörtlich) verlegt werden, die
neuen noch dazu und das ganze dann noch ohne zu scheuern und zu knicken. Besonders zu
beachten ist dabei die Tachowelle, die einem das Leben schwer macht. Wenn es
einen original aussehenden Digitaltacho gäbe, hätte ich ihn mir schon längst
gekauft.
Dokumentation der serienmäßigen Situation
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Zunächst die Ausgangssituation. Ich habe nur die 2 großen
Stecker in ihrer Lage mit Kabelbindern fixiert. Ich bin sehr für eine
saubere Kabelverlegung, weil ich da in der Vergangenheit schon mal Bruch
hatte. Kleine Ursache - große Wirkung.
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Weil die Tachowelle erheblich beim Lenken arbeitet, hatte
ich zweierlei gemacht:
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dieselbe am Luftfilterkasten mit Kabelbinder locker
"befestigt"
-
den Kabelverbund zum gelben Relais
hatte ich schon gleich am Anfang "gepanzert", weil genau
dort die Tachowelle immer dran entlang scheuert und das irgendwann mal
durch ist. Mit sowas fangen viele Elektrikprobleme an.
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Hier die beiden Kabel, die man später etwas
"verformen" muß. Durch ihre altertümlich anmutende Isolierung
erfordert das etwas Überwindung - man rechnet jeden Moment mit brechendem
Material... Am unteren Rand der
Hallgeber. |
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Der Stecker vom Hallgeber zum Steuergerät - hier ist
serienmäßig ein Kabelbinder.
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Der Ausbau der alten Komponenten
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Das Steuergerät abschrauben, dann dessen Stecker abziehen.
Da geht es dann schon gleich los...
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Das Kabel kann nur dann getrennt werden, wenn man den kleinen
Drahtbügel beidseitig vorsichtig aufbiegt wie gezeigt.
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Die Zündspule ist gelöst. Hier nochmal die Position der
Stecker.
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Die beiden dicken Kabelstränge trennen, dann kommt man
besser klar. Die Zündspule ist nun entfernt.
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Der Einbau
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Die beiden Relais auf die andere Seite des Halters montieren. Das
sollte gehen, die Kabel sind lang genug.
Tip: das ganze geht im Sommer (warme Garage ð
weiche Kabel)
erheblich besser, oder aber die Kabel anders erwärmen.
Alte Position siehe Markierung. |
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Das Kabel zum gelben Relais ist immer noch
"gepanzert", weil hier die arbeitende Tachowelle entlang
schleift.
Hier ist der Lenker an einem Anschlag ... |

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... und hier ist der Lenker am anderen Anschlag. Schaut euch
das mal selber an, was es hier für Bewegung gibt!
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Montage des SH-Steuergerätes: von unten an den
Relaishalter, mit Moosgummi als Zwischenschicht und Kabelbindern.
Das habe ich ganz anders gelöst als in der SH-Anleitung, dort wird
eine "stehende" Montage vorgeschlagen.
Die beiden Kabel an den anderen vorbei nach vorne rausgehen lassen.
Oben rechts das gelbe Relais. |

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Hier die beiden Kabel des SH-Steuergerätes und wieder die
"Panzerung" des Kabels zum gelben Relais.
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Abstand des Rotors soll laut Montageanleitung auf ca. 0,3 mm zum Geber mit U-Scheiben
eingestellt werden. Das ging bei mir nicht, es sind ca. 1 mm an den
"Flügeln". Sonst schleift der Rotor entweder am Geber oder
am Kohlenhalter oder beides.
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Aber: ich hatte anfangs 3 mm eingestellt, und das hat auch
bestens funktioniert. Also: einfach ca. 0,5 mm Abstand zum nächsten
Objekt (schließlich fliegen hier ja manchmal Staubkörner rum, ist ja
nicht hermetisch dicht)
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Sonst würde der Rotor am Kohlenhalter schleifen. Ich habe
da schon etwas abgefeilt, um den 0,3 mm möglichst nahe zu kommen.
Ist aber wie gesagt überflüssig, hier allzu penibel zu sein. |

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Durchführung des Kabels vom Geber zum Steuergerät: die
Gummitülle nur etwas rausziehen und das interessanterweise schon
angedeutete 2. Loch etwas aufraspeln.
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im roten Kasten die "Tachowellen-Panzerung" roter Kreis: fixiertes
funktionsloses Kabel des alten Steuergeräts, was ich vorläufig drin
gelassen habe |

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So liegen jetzt die beiden "dicken" Verbinder:
vor der Zündspule. Genau hierhin kommt bei einer Doppelzündung die 2.
Zündspule, dann wird's eng. Vermutlich ist dann ein Umbau auf kompaktere
Stecker angezeigt.
im roten Kasten die Heizgriff-Kabel
rote Kreise: weitere alte Kabel, die vielleicht irgendwann rausfliegen
(dazu muß man nur die Anlasserhaube entfernen)
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das Ende des Kabels vom Hallgeber zum Steuergerät: ich habe
es später noch mit einem Kabelbinder ein wenig fixiert
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Diese Drähte (für Kabel sind sie zu spröde) müssen etwas
gebogen werden, die Kerbe im Geber könnte etwas größer sein. Durch die altertümlich anmutende Isolierung
erfordert das etwas Überwindung - man rechnet jeden Moment mit brechendem
Material, aber es hat gehalten.
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Auch dieses "Kabel" mußte ich etwas biegen. Durch
die altertümlich anmutende Isolierung
erfordert das etwas Überwindung - man rechnet jeden Moment mit brechendem
Material, aber es hat auch diesmal gehalten.
Hoffentlich für immer ... |

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Roter Kreis: Verschlußdeckel für den entfernten Hallgeber
(optional, gesondert mitbestellen!)
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Einstellung des statischen ZZP: Hauptproblem ist das Blockieren des
Schwungrades (eine Hand fehlt, es sei denn, man ist Zaphod Beeblebrox...). Als "Ersatz" für
die 3. Hand oder einen Helfer einen großen Schraubenzieher in Zahnkranz stecken
(zuvor Drehrichtung feststellen),
dann diesen mit Expander ganz sanft unter Zug setzen (anderes Ende
irgendwo einhängen). |

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Einstellung des statischen ZZP: Im Bild ist ein guter
Näherungswert dargestellt (Markierung Schwungrad auf 0°, also OT stehend).
Wenn der Rotor jetzt so steht, dann war bei mir der ZZP 6°vor OT recht
gut getroffen. Zum Festziehen braucht man jetzt den Hakenschlüssel zum Gegenhalten. Ich hatte
glücklicherweise einen genau passenden von einer Flex. Da gibt es aber
verschiedene Zapfenabstände, nicht jeder vom Obi paßt!
Beim Festziehen kann das ganze leicht verrutschen, daher unbedingt
"abblitzen", nur so kann man exakt einstellen.
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Der ganze Rest geht so wie in der Anleitung beschrieben.
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Es empfiehlt sich, den Hakenschlüssel, den man zum Gegenhalten des Rotors
braucht, ins Bordwerkzeug zu legen. Oder aber man macht sich aus einem
Alu-L-Profil 15 x 15 x ca. 150 und 2 Schrauben M6, die den passenden Abstand
haben und hinter der Mutter noch ca. 10 mm rausstehen, ein solches Werkzeug
selbst. (Foto habe ich leider nicht, ich habe das Teil mit der gesamten
Zündanlage mitverkauft.)
Doppelzündung
Einbau der Zündspulen und sonstigen
Bauteile oder: wir krieg ich das alles unter den Tank?
- Ich selbst habe keine Doppelzündung eingebaut und hatte schon zu
überlegen, wo was hinkommt. Erst recht gemütlich wird's mit einer zweiten
Zündspule.
- Problematisch dabei ist auf jeden Fall, daß die Demontage des
Luftfilterdeckels schwieriger wird, weil darüber oft die 2. Spule montiert
wird. Dies ist dann ein starkes Argument für die Umrüstung auf den alten
Rundluftfilter (siehe unten), da kommt man dann nach wie vor problemlos an
den Luftfilter ran.
- Hier zwei Beispiele anderer Leute:
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Rainer's Anlage (1): SH-Spule Nr. 1 |
Rainer's Anlage (2): SH-Spule Nr. 2 über LuFi |
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| Rainer's Anlage (3): noch mit Standard-Spulen |
hier eine amerikanische Spule |
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Bernd Bauer's Eigenbau DZ (1) |
Bernd Bauer's Eigenbau DZ (2): zu sehen ist nebenbei die Umrüstung auf den alten Rundluftfilter
! |
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weitere Links zur Thematik "Einbau der
Komponenten":
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Links zu Doppelzündungs-Umbauten allgemein:
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und dann natürlich unter "Q-Tips",
Abschnitt Doppelzündung.
"Umpolen" der Lichtmaschine
Diesen mysteriös anmutenden Umbau habe ich zunächst nicht durchgeführt -
mangels Kompass und aufgrund Nichterwartenkönnens habe ich die Anlage erst mal einfach
montiert und der Motor lief allerbestens, obwohl auch ich einen "falschrummen"
Rotor hatte. Die beschriebenen Aussetzer konnte ich nicht feststellen.
Aufgrund einer Diskussion
im Boxer Forum, und nachdem ich einen Kompaß besorgt hatte und feststellen
mußte, daß auch mein Rotor "andersrum" ist, bin ich dann doch tätig
geworden. Fazit: nach Herausfinden des besten Weges
habe ich dies durchgeführt, ich kann jedoch keinerlei Änderungen zum Originalzustand
(Rotormagnetfeld "falschrum") feststellen. Scheint also auch so zu
gehen, aber die Frage ist, wie lange.
Ärgerlich ist auf jeden Fall die Logik des Herstellers: nämlich nicht das
Zubehör dem Fahrzeug, sondern das Fahrzeug dem Zubehör anzupassen .
Hier das (verkürzte) Fazit aus dem Boxer-Forums-Thread:

D- hat (meistens, mögliche Ausnahme s.u.) Massekontakt mit dem
Statorgehäuse. DF geht zum Regler (+). Werden nun einfach nur diese beiden Pole
(Stecker) gegeneinander getauscht,
erhält der Regler einen Schluss
mit Masse (ð Brrrzzzl)! Um die Polung (N/S) des Läufers zu ändern, müssen
entweder die Kohlen selbst oder die Kabelschuhe und die Kabel getauscht werden, um keinen Kurzen zu bauen.
Schritt für Schritt:
Prüfung der Polung
- Prüfen (mittels Kompass, wie in der Anleitung beschrieben), ob man den
Nordpol vorne anliegen hat (also der Süd-Pol zum Rotor
zeigt). Wenn ja, muss nichts geändert werden. Schwein gehabt
!
- Falls man einen Südpol vorne hat (also der Nord-Pol zum Rotor
zeigt)
:

dann prüfen, ob man einen isolierten D- hat (zu erkennen an den braunen Isolierungs-Plättchen).
Isolierter D-
- Wenn ja, die Kabelschuhe einfach umstecken und zusätzlich noch Masse an den neuen
D- bringen. (Hierüber habe weder ich noch sonst jemand im Forum
Erfahrungen berichtet. Vielleicht gibt es solche isolierten D- gar
nicht.)
Nicht isolierter D-
- Wenn nein (und das war bei mir und einigen andern der Fall):
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Hier sieht man das Isolationsplättchen am DF Pol.
Wenn ein solches am anderen Pol (D-) wäre, dann ist dieser isoliert.
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- In diesem Fall gibt es 3 Alternativen. Ich empfehle die
dritte.
Problemlösung bei nicht isoliertem D-
Es gibt hierfür 3 Möglichkeiten. Ich halte die dritte
für die einzig saubere.
Alternative 1: Kohlen umsetzen
-
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Die Federn am Kohleträger hochziehen und auf den Rand des
elfenbeinfarbenen Kohleträgers "abstellen". Damit
entspannen sich die Federn nicht ganz und man hat später nicht das
Problem, die wieder draufzufummeln.
Im roten Kreis sieht man den originalen Verlauf der Kabel:
vor der "Nase" im Kohlenhalter, die Feder kann das
Kabel nicht beschädigen. |

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- Kohlen rausziehen.
- Mit Messgerät oder einem Prüfschraubendreher überprüfen, ob die hintere
Feder Massekontakt hat. Lt. SH gibt es verschiedene Kohleträger. Bei
manchen sind die Federn isoliert, bei anderen nicht. (Bei mir war sie
es nicht, und hatte Massekontakt .)
- Falls kein Massekontakt vorliegt: Kohlen in den Schacht einführen,
in dem sie vorher nicht waren. Das heißt: die Pluskohle (DF) kommt in
den hinteren Schacht, Minuskohle nach vorne. Evtl. muss jetzt für die
Leitung zur Kohle ein kleiner Grat in den Kohlenträger gefeilt
werden, damit die Kohle frei beweglich bleibt. (Das habe ich auf dem
folgenden Bild nicht gemacht.)
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Hier wurde die D- Kohle nach vorne gesetzt.
Hierbei ergibt sich wieder ein kleines Problem:
das Kabel kreuzt jetzt den Steg, wodurch seine freie Länge
geringer wird.
Das Isolationsplättchen ist schon aufgelegt (rote Linie). |

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Das nächste Problem ist, daß die aufliegende
Feder möglicherweise über kurz oder lang das Kabel
durchscheuert ð Masseschluß ð
Kurzschluß (nicht hier,
aber auf der DF Seite).
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- Falls wie bei mir Massekontakt vorliegt (oder aber auch, um ganz sicher zu
gehen): zunächst Kohlen tauschen wie unter 4 beschrieben.
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Zusätzlich Kohlenfedern zur Kohle hin isolieren. SH empfiehlt da ein
kleines Stück Pertinax (z.B. von einer alten Platine), welches man so zuschneidet, das es die Kohle
zur Feder hin abschirmt (ca. 4 x 10 mm). Natürlich ohne die Leitung zu quetschen
oder
die Gangbarkeit der Kohle einzuschränken.
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- Die Stecker bleiben so wie sie waren (im Gegensatz zum 1. Punkt
oben)
Alternative 2: Kabel der Kohlen umlöten
- die Kohlen werden nicht umgesetzt
- nur deren Kabel werden umgelötet
- die Kohlen werden wie oben unter 4) beschreiben, isoliert
- allerdings tritt bei dieser Variante ebenfalls das o.g. Problem
mit der Kabel-Verkürzung ein, außerdem bedingt das Löten das
Risiko, daß Lötzinn in das Kabel zu den Kohlen hineinzieht und dieses verhärtet.
Alternative 3: Isolation von DF auf D- umsetzen,
Kabel tauschen
- Die Kohlen bleiben wo sie sind, somit gibt es keine Kabel-Verkürzung;
keine Isolationsplättchen auf den Kohlen nötig.
- Stator-Gehäuse abbauen:
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dazu alle Stecker ziehen, die 3 M5-Imbus außen entfernen,
ebenso den Geber lösen und "Y" lösen
die beiden Muttern am Kohleträger nicht lösen, das bringt nichts
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zum Abhebeln hier ansetzen: die Aluplatte außen (die
von vorne sichtbar ist) hängt
lose (über die Wicklungsdrähte) mit dem Wicklungspaket zusammen
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- Die Aufnahmen für den Kohleträger überarbeiten:
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Ausgangssituation von innen
Um die Muttern lösen zu können (bzw. um da ranzukommen), muß man den
Spulenring (Statorspule) vorsichtig abheben, und kippen/drehen. Um
dies besser zu können, wurde vorher Y gelöst. Nicht viel rumbiegen -
es sind Drähte, keine Kabel.
Man kommt dann mit einem 8er Steckschlüssel an die Muttern ran. |
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DF Aufnahme: Innendurchmesser ca. 7,5 mm: hier war
die Isolation mit den 2 Scheiben und dem Röhrchen aus Pertinax (oder
wie dieses Material heißen mag).
(Die wichtige Stelle im Bild ist leider unscharf.)
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D- Aufnahme im Originalzustand: diese wird auf 7,5 mm aufgebohrt. Achtung:
etwas (z.B. Stück Holz) hinter die Bohrung legen, damit man nicht
versehentlich mit dem Bohrer ins
Wicklungspaket fährt.
Oben wird mit einer Feile ca. 1-1,5 mm abgenommen (auf gleiche
Höhe wie DF bringen, je nach Dicke der
U-Scheibe).
(Die wichtige Stelle im Bild ist leider unscharf.) |
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So sieht dann die überarbeitete D- Seite aus.
(Die wichtige Stelle im Bild ist leider unscharf.)
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- Montage des Kohlenhalters
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Dies ist die ehemals unisolierte Seite (also die wo
"D-" steht) von innen (bereits aufgebohrt).
Sie hat eine ca. 1 mm tiefe Senkung, die es auf der anderen Seite
nicht gibt (Bild unten). Damit hier nun nicht die innere
Pertinax-Scheibe bricht, wenn die Verschraubung unter Zug gesetzt wird, habe ich, um den Hohlraum auszufüllen, aus
Gummi einen Ring geschnitten, der unter die innere Pertinax-Scheibe zu
liegen kommt.
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Die ehemals isolierte Seite (DF): hier gibt es keine solche
Senkung.
Der Innendurchmesser der Bohrung dieser Seite ist nun eigentlich zu groß
(Schraube M5, Bohrung 7,5 mm). Hier muß man also was tun.
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Das erwähnte Gummi-Scheibchen für die neue DF Seite,
in die Senkung legen.
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Hier der Kohlenträger mit der neuen DF Seite: die äußere
Pertinax-Scheibe und die innere Isolation (das Röhrchen) wurden aufgelegt.
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Kohlenträger mit der neuen D-
Seite: um die M5-Schraube mittig in der jetzt zu großen (7,5 mm)
Bohrung zu bekommen, kann man entweder ein passendes Röhrchen aus
beliebigem Material montieren (d=5, D=7,5, L=5). Ein solches hatte ich nicht zur Hand.
Oder man nimmt 2 Gummiringe (bei mir von einer Vergaser-Überholung
übriggeblieben), die bringen die Schraube auch mittig.
(Statt der zwei U-Scheiben habe ich später eine (größere und
dickere) genommen.) Ziel ist eine parallele Auflage des Kohlenträgers
am Gehäuse - U-Scheiben und abgefeiltes Material abstimmen. |
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Hier die neue, jetzt isolierte DF Seite, ehemals D-.
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Und hier die neue D- Seite, ehemals DF, jetzt
unisoliert. D- muß Massekontakt haben!
Wenn man soweit ist, ist die Sache im wesentlichen vollbracht. |
- Alles wieder zusammenbauen. Ganz wichtig: jetzt die beiden Kabel zu DF und
D- tauschen!!! Zündung einstellen etc.
- Der Lohn der Mühe: Nord zeigt weg von der Lichtmaschine!
Beim Foto hat mir wohl
vor Freude die Hand gezittert ...
D- und DF mit Filzstift beschriftet, falls das Moped doch mal zu einem
muß und der sich dann schwer wundert und damit man ihn von folgenschweren
Irrtümern abhält.

Ergebnis
- Durch diese Aktion ändert sich die Polung des Rotors. Allerdings ist dies
erst nach einem Laufenlassen des Motors feststellbar, weil ansonsten der
Restmagnetismus immer noch einen "falschrummen" Nordpol anzeigt.
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